SBV Wikingia

Das Gründungsjahr 1898

Im Jahre 1898 kam Heinz Beckmann nach Kiel, um an der 1665 gegründeten Christian-Albrechts-Universität seine theologischen Studien zu vertiefen.
Zu dieser Zeit studierten dort etwa 838 Studenten. Vor seinem Aufenthalt in Kiel studierte er schon in Tübingen und Halle. Dort begann er auch sein Burschenleben. Zuerst in der "Nicaria" zu Tübingen und dann bei der "Tuisconia" in Halle. Zusammen mit sechs weiteren "Schwarzburgbundlern" kam man zu der Überzeugung hier in Kiel eine, den Grundsätzen des Schwarzburgbundes folgende Verbindung zum Leben zu erwecken.
Am 15. Juni wurde dieses Ziel durch den Senat der Universität lebendige Wahrheit und die offizielle Gründung der, damals noch als Vereinigung benannten Verbindung war vollzogen.
Die damaligen Hauptpunkte der Satzung sollten den starken Einfluß des Schwarzburgbundes wiederspiegeln, von dem diese Verbindung ihren Geist erhalten sollte:

1. In Kiel studierenden SBern sollte sie zu engerem Kontakt verhelfen.
2. Einen Mittelpunkt der SB-Interessen in Schleswig-Holstein zu ermöglichen.
3. Studierende aufzunehmen, die ein Studentenleben wie es in den SB Verbindungen gepflegt wird verbringen wollen.

Beispielhaft für die euphorische Kraft mag dies Zitat zum Ende der Satzung klingen:
"Allem diesem (Der Bewältigung der sozialen, politischen und künstlerischen Probleme und Fragen) gaben sich deutsche Jünglinge in freier, froher Liebe zur Arbeit hin. Sie wollten das Ziel nicht, sie wollten den Weg. Da wollten wir hören auf die Stimme der Zeit, da wollten wir die Tore zu uns öffnen: einen Bruderbund ernster Arbeit gründen. Im edelsten Sinne des Wortes sollte eine Burschenschaft christlicher Art in Kiel wachsen. - So wißt Ihr, die Ihr nach uns kommt, unser Wollen. Hoffentlich gedeiht der Baum, den wir gepflanzt. Wir alle haben ihn sehr lieb."